Am vergangenen Wochenende fanden die Baden-Württembergischen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Malterdingen statt. Die kleine aber feine Veranstaltung hatte neben einer anspruchsvollen Strecke auch ein hochkarätiges Startfeld. Beispielsweise der spätere Sieger des Wettkampfes, Mark Dülsen (Profi-Triathlet) der sich dieses Jahr zum ersten Mal im Profi-Feld für die Ironman-WM auf Hawaii qualifizieren konnte.

Um 10 Uhr ging es auf die 2 Kilometer lange Schwimmstrecke im Müllersee. Ich versuchte mich am Start möglichst links einzuordnen um den direktesten Weg zur ersten Boje zu haben. Leider startete ich in der zweiten Reihe und der Schwimmer vor mir hielt beim Start etwas den Verkehr auf. Bis ich an ihm vorbei war riss bereits eine Lücke von einigen Metern. Auf der Schwimmstrecke überholte zwar einige langsamer werdende Athleten konnte aber auf die Spitzengruppe nicht mehr aufschwimmen. Mit etwa einer Minute Rückstand ging es in die Wechselzone. Dort lief es recht holprig und schlussendlich ging es mit ein wenig verlorener Zeit auf die Radstrecke.

 

Das Radfahren

Nach einer flachen Anfahrt ging es auf eine gut 20 Kilometer lange Runde, die dreimal zu fahren war. Die anspruchsvolle Strecke mit teils sehr steilen Anstiegen und technischen Abfahrten hatte es in sich. Gerade auf den Abfahrten in den Weinbergen zeigte sich, dass meine mangelnde Streckenkenntnis kein Vorteil gegenüber meinen Mitstreitern war. Der stärker werdende Wind machte das Radfahren nicht einfacher, aber schlussendlich ich bin doch ganz gut durch den Rad-Part gekommen. Als 16. in der Gesamtwertung ging es dann auf die Laufstrecke.

Die ersten sechs flachen Kilometer liefen wie von alleine und die angeschlagene Pace von 4:10 min/km fühlte sich gut an. Auf dem zweiten Teil der Laufstrecke ging es dann in die naheliegenden Weinberge und die hatten es in sich. Auf einem etwa 100-200 m langen Abschnitt ging es so steil den Berg rauf, dass direkt das Laktat in die Beine schoss und man sich überlegen konnte ob gehen oder laufen die bessere Alternative ist. Die letzten Kilometer der Runde waren dann wieder flach in Richtung Wechselzone und die Pace ging wieder auf das Niveau der ersten Kilometer. Zu Beginn der zweite Runde hatte ich etwas Mühe mit den bis dahin auf 34 Grad gestiegenen Temperaturen und mein Schritt verkürzte sich deutlich. Nach einigen Kilometern konnte ich mich aber aus dem Loch befreien und auf den letzten Kilometern wieder deutlich schneller laufen. Auf dem 17. Gesamtplatz und den dritten Platz in meiner Altersklasse lief ich dann ins Ziel. Vor mir lagen nur die beiden Profi-Triathleten Marc Dülsen und Thomas Bosch. Ein gelungener Abschluss der Triathlon-Saison 2019.

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