Es ist Ostersonntag und die meisten werden wohl an diesem Feiertag erst mal ausschlafen und nach dem Frühstück auf Ostereier oder Nest -Suche gehen. Ich sitze bereits um sechs Uhr, zusammen mit meiner Freundin, im Flugzeug auf die Kanaren. Nach dem wir zwei Jahre hintereinander im Las Playitas auf Fuerteventura für das alljährliche Trainingslager waren, wollten wir dieses mal wieder etwas anderes sehen. Nicht weil uns das Las Playitas nicht mehr zu sagen würde, aber ich hatte einfach keine Lust mehr auf die ersten 15km jeder Radausfahrt. Diese sind dort wohl oder übel immer dieselben egal wie der Rest der Route aussieht.
Daher flogen wir nach zwei Jahren Abstinenz wieder auf Lanzarote. Uns hat es dort auch sehr gut gefallen und gerade die Radstrecken finde ich dort etwas vielseitiger. Nach dem ich mir beim letzten Besuch auf der Insel das La Santa auf einer Radtour angeschaut hatte, war die Wahl des Hotels schnell getroffen.

Gelandet auf Lanzarote ging es dann mit dem Mietwagen weiter vom Flughafen zum Hotel. Nach kurzem Check-In und Zimmerbesichtigung machten wir uns dann ein Bild von der weitläufigen Anlage. Die DREI 50-Meter Pools, die Leichtathletikarena und die diversen anderen Sportstätten beeindruckten uns sehr.

Aber ich war ja nicht zum Entspannen nach Lanzarote gekommen, sondern um in den nächsten 9 Tagen die Grundlage für die kommende Saison zu erarbeiten. Am ersten Tag ging es auf eine lockere Laufrunde um mich ein wenig zu akklimatisieren. Während des gesamten Zeitraums hatten wir sommerliche Temperaturen (22-32 Grad) die das Training umso schöner machten.

In den folgenden Tagen sah das Programm, bis auf die beiden Ruhetage bei denen ich nur Schwimmen war, relativ ähnlich aus.

Die folgenden Trainingstage sahen dann wie folgt aus: Morgens wurde mal schnell und mal lange gelaufen, dann mit dem Rad mal lange Touren oder harte Intervallen zu fahren um dann gegen Abend noch einer der drei Pools unsicher zu machen. Im Zimmer war dann genug Platz um an der Stabi zu arbeiten bevor es dann zum Büffet ging um die leeren Speicher für den nächsten Tag wieder aufzufüllen.

La Graciosa

 

Am Montag, dem vorletzten Trainingstag auf der Insel, fuhr ich nach einem intensiven Intervalllauf auf der Bahn nochmals eine wunderschöne Runde mit dem Rad:

La Santa– Timanfaya – El Golfo – Playa Blanca – San Bartolomé – Teguise – Arrieta – Haria – Famara –La Santa

Bei Traumwetter schraubte ich mein Kilometerkonto nochmals ordentlich nach oben. Bevor es am Dienstagmorgen Richtung Flughafen ging nutzte ich nochmals die idealen Trainingsbedingungen vor Ort und schwamm die letzten 4 Kilometer auf der Insel. Wehmütig traten wir dann die Rückreise an, mit dem Wissen welch winterliche Temperaturen uns zu Hause erwarten werden.

Das La Santa ist nicht nur für Triathleten eine absolut empfehlenswerte Reisedestination. Es überzeugt durch seine vielfältigen Sportmöglichkeiten von morgens bis abends, lädt aber auch zum Entspannen und Relaxen ein.