Nach dem Schaffhauser Triathlon vor zwei Wochen ging es am vergangenen Wochenende direkt weiter zur Mitteldistanz nach Malterdingen. Das Training im Anschluss an den Schaffhauser Triathlon war ein wenig ein Auf und Ab – vor allem wegen meines immer noch lädierten Zehs. Ich war zwar guter Dinge, dass meine Form weiterhin auf einem guten Level ist, aber ob der Zeh mich wie in Schaffhausen wieder etwas ausbremsen würde, war unklar.
Nacht ging es am Sonntagmorgen weiter an den Müllersee in Riegel. Nach dem Einrichten der Wechselzone und einem kurzen Warm-up stand ich um 10 Uhr an der Startlinie. Da der See 24,9 Grad warm war, wurde ohne Neo geschwommen.
Wie bei allen Rennen in diesem Jahr, kam ich gut vom Schwimm-Start weg und fand schnell ein paar schnelle Beine, an die ich mich hängen konnte.
Weiter vorne löste sich die Spitzengruppe, die allerdings ein für mich zu hohes Tempo schwamm. Nach der ersten Runde im See lag, ich an der Spitze der Verfolgergruppe und zog einige Mitstreiter hinter mir her. Das änderte sich auch nicht mehr, bis ich nach gut 28 Minuten etwa als 12. oder 13. aus dem Müllersee stieg.
Radfahren
Der Wechsel aufs Rad verlief ohne Probleme und bereits auf der 5 Kilometer langen Anfahrt zum Rad-Rundkurs, der dreimal bewältigt werden musste, überholte ich alle Athleten, die ungefähr zeitgleich mit mir aus dem Wasser gekommen waren. Ab da wurde es ein ähnlich einsamer Tag wie vor zwei Wochen in Schaffhausen.
Auf der ersten Abfahrt gab es dann eine kleine Schrecksekunde, als ein Eichhörnchen beschloss, seinen Sonntagsspaziergang auf meine Strecke zu verlegen. Ein kurzer Schrei, das Eichhörnchen blickte mir in die Augen, ich ihm – und irgendwie kamen wir beide sturzfrei aneinander vorbei. Knapp war es allemal.
Am Ende der ersten Runde fuhr ich noch einmal ein paar Kilometer mit einem Mitstreiter zusammen, den ich zu Beginn der zweiten Runde aber ebenfalls abschütteln konnte.
Trotz der anspruchsvollen Strecke fühlte ich mich auf dem Rad durchweg stark und auch mein Sorgenkind, der Zeh, machte keine Probleme. Auf der zweiten Runde war zusätzliche Konzentration gefordert, weil inzwischen auch die „Jedermänner“ auf der Strecke unterwegs waren und es teilweise ziemlich eng wurde. Man merkte, dass das Rennen im Gegensatz zu meinen letzten Teilnahmen, ausverkauft war.
Auf Runde drei gab es nur noch einige Überrundungen langsamerer Mitteldistanzler, bis ich nach 2:11h auf die letzten Meter Richtung Wechselzone abbog.
In letzter Sekunde fuhr noch ein Mitstreiter zu mir auf und wir wechselten gemeinsam als Fünfter und Sechster auf die Laufstrecke.
Laufen
Der zweite Wechsel lief leider nicht ganz wie gewünscht. Warum auch immer hatte ich einen Knoten im Schnürsenkel und verlor dadurch ein paar Sekunden auf den Athleten, mit dem ich gemeinsam gewechselt hatte. Somit ging es für mich als Sechster auf die erste von zwei Laufrunden.
Ich lief mit knapp unter vier Minuten pro Kilometer an und fühlte mich trotz des harten Radfahrens gut. Da die ersten fünf Kilometer teilweise über unebenen Schotter führten, machte sich mein Zeh gleich wieder etwas bemerkbar, bremste mich aber nur minimal.
Bevor es auf den zweiten Teil der Strecke ging, musste noch eine Runde durchs Stadion gelaufen werden. Als ich ins Stadion einbog, lief Platz fünf bereits wieder hinaus und mein direkter Verfolger lag nur etwa 200 Meter hinter mir.
Bei Kilometer sieben lief dieser dann bereits auf mich auf und ging direkt an mir vorbei. Ich konnte allerdings gut folgen und nach dem steilen Bergaufstück holte ich mir Platz sechs wieder zurück.
Auf dem steilen Bergabstück konnte ich leider nicht so zügig laufen, wie ich wollte, da der Druck auf meinen kleinen Zeh inzwischen schon unangenehm war – und schon war mein Verfolger wieder da. Wir liefen gemeinsam in die zweite Runde bis zum Wendepunkt bei etwa Kilometer 13, ehe ich mich wieder etwas absetzen konnte. Auf dem Weg zurück Richtung Stadion konnte ich gut einschätzen, wie die Abstände nach vorne und hinten waren.
Auf Platz fünf hatte ich etwa 30 Sekunden Rückstand und kam näher. Aber auch von hinten kamen ein bis zwei Athleten immer näher an mich heran und meinen Mitstreiter aus der ersten Runde wollte ich ebenfalls noch nicht als geschlagen abhaken. Am zweiten Wendepunkt der Runde änderten sich bereits die Platzierungen hinter mir. Bei Kilometer 19, nach dem Bergabstück, das mich schon auf Runde eins etwas gebremst hatte, musste ich dann auch noch den AK-Sieg und Platz sechs hergeben.
Als Siebter gesamt und Zweiter in meiner AK kam ich dann aber trotzdem vollkommen zufrieden ins Ziel. Mit der nicht ganz idealen Vorbereitung konnte ich dennoch mehr als zehn Minuten von meiner bisherigen Breisgau-Bestzeit abknabbern.
Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis und ein gelungener Abschluss der Saison!












