Der meist getragene Aerohelm im alljährlichen Kona-Ranking über Jahre hinweg ist das Top-Modell von Rudy-Project. Bis im Sommer 2016 nutze ich selbst den Rudy Projekt Wing 57. Allerdings wurde ich nie so richtig warm mit dem Visier bzw. der Befestigung vom Visier am Helm. Darum entschied ich mich nach der Veröffentlichung  des Giro Aerohead im Sommer 2016 für eine Neuanschaffung

Visier vs. Brille

Oft wird diskutiert ob ein Visier am Helm überhaupt Vorteile hat und eine Brille deutlich praktischer ist. Ich behaupte genau das Gegenteil. Ein Visier ist in (fast) allen Situationen von Vorteil.  Neben der besseren Aerodynamik finde ich vor allem das deutlich bessere Sichtfeld von sehr großem Vorteil.
Als Grund gegen ein Visier fällt auch immer wieder die Aussage, dass Schweiß oder andere Flüssigkeiten auf einer Brille deutlich besser zu handhaben sind. Selbst bei starkem Regen konnte ich mit meinem damals nagelneuen Aerohead mit Visier fahren und hatte stets gute Sicht.
Allerdings muss ich zugeben, dass falls doch mal was schief geht, viele Modelle nicht geeignet sind um das Visier während der Fahrt abzunehmen. Genau das war mitunter ein Grund weshalb ich mich für den Aerohead entschied. 

Aerohead Mips im Überblick

Mit dem völlig neu konzipierten Aerohead hat Giro ein Helm auf den Markt gebracht, der neben guter Belüftung, einem aerodynamischen Profil vor allem ein durchdachtes Visier mitliefert. Das in Kooperation mit Zeiss entwickelte Visier bietet ein überaus großes Sichtfeld. Zudem lässt es sich durch seine Magnethalterung mit einer Hand montieren oder auch auf dem Helm anbringen. Sollte also während der Fahrt doch mal der Drang aufkommen das Visier zu entfernen, ist das auch während der Fahrt mit etwas Übung kein Problem. Trotz der Mobilität beim Montieren sitzt das Visier fest am Helm und wackelt nicht. Die Belüftungsschlitze sorgen auch bei sehr warmen Temperaturen über 180 Kilometer für ausreichend Belüftung. Auch bei schneller Fahrt entstehen trotzdem keine Geräusche durch den Fahrtwind der durch den Helm geleitet wird.

Giro Aerohead Mips

Fazit

Für mich sticht vor allem das große Sichtfeld hervor. Ob mit Brille oder einem Visier wie beim Rudy Project Wing 57 wird einem immer durch ein Brillengestell o.ä. die Sicht etwas eingeschränkt. Beim Giro Aerohead Mips hat man das Gefühl keine Brille zu tragen aber trotzdem den Schutz einer zu haben. Man fühlt sich als hätte man eine komplette Rundumsicht ohne Abstriche. Dies ändert sich auch nicht wenn man in sehr tiefer Aeroposition unterwegs ist. Meist stört dann bei der Sicht in die Ferne die Helmkante, das fällt beim Aerohead weg.
Das von anderen Giro Helmen bewährte MIPS System mit dem gewohnten Verstell Mechanismus vermittelt eine gute Passform ohne dabei an Komfort bei längerer Tragedauer zu verlieren.
Kleiner Wehrmutstropfen beim Kauf des 259,- Euro teuren Helms, ist das Fehlen eines Transportcases. Beim teureren Ultimate Modell wird dies mitgeliefert. Auch einzeln ist es leider bis heute nicht erhältlich. Trotzdem bin ich vom Helm absolut überzeugt.

Weitere Informationen auf  giro.com