In den letzten Jahren bin ich ausschließlich mit dem Zeitfahrrad auf der Straße unterwegs gewesen. Gerade im Trainingslager auf den Kanaren kam öfters der Wunsch nach einem Rennrad auf. Nach langer Recherche, welche Räder gerade auf dem Markt sind, entschloss ich mich schließlich für das Aeroad von Canyon.

An mein zukünftiges Rennrad hatte ich einige Anforderungen gestellt: Das Rad sollte neben Trainingsausfahrten vielleicht auch in Zukunft bei einem bergigen Triathlon zum Einsatz kommen. Nach dem ich bereits am Zeitfahrrad DI2 die Schaltung von Shimano gefahren bin, war das auch ein absolutes Muss. Neben weiteren kleineren Details war natürlich auch der Preis eine ausschlaggebende Komponente.

Versand / Lieferzeit und der erste Eindruck

Das Aeroad war meine erste Bestellung bei einem reinen Bike-Versender wie Canyon. Bei meiner Recherche wurde in Bezug auf Canyon, oft lange Lieferzeiten und schlechter Service angemerkt. Daher war ich zuerst etwas skeptisch, ob dies die richtige Entscheidung ist, ganz unabhängig vom Rad selbst. Da ich Inhaber eines DTU-Startpasses bin, konnte ich vom Kaufpreis nochmals ein Sponsoring-Rabatt abziehen. Der Liefertermin von Canyon wurde nicht nur eingehalten, sondern das Rad wurde bereits einige Tage früher geliefert.

 

Canyon Bike Guard
Canyon Bike Guard

Bereits beim Auspacken des neuen Rades war die Freude groß. Canyon hat mit ihrem Canyon Bikeguard ganze Arbeit geleistet – Das Rad ist sehr sicher verpackt und man fühlt sich wie ein Kind an Weihnachten beim Auspacken der Teile. Das Rad ist bereits vormontiert und lässt sich in ca. 10-15 Minuten fahrtüchtig entmontieren.

  • Ausstattung und die ersten Ausfahrten
  • Schaltung: Shimano Ultegra DI2 2×11
  • Übersetzung: Kettenblätter: 52/36 | Kassette: 11-28
  • Bremsen: Shimano Ultegra
  • Laufradsatz: Mavic Cosmic Pro Carbon Exalith
  • Gewicht: 6,96 kg
  • Preis: 3.999 €

 

Als detailverliebter Bike-Nerd macht das Aeroad-Rad, bereits beim ersten Betrachten, einen sehr schönen Eindruck mit seinen integrierten Komponenten. Bis auf die Schaltzüge für die Shimano Direct-Mount Bremsen ist kein Kabel am Rahmen zu sehen. Der Garmin-Edge Halter integriert sich nahtlos in das von Canyon selbst entwickelte Aerocockpit. Die mitgelieferten Mavic Cosmic Laufräder machen einen sehr wertigen Eindruck. Ebenso im Lieferumfang enthalten ist ein Fizik Arione R5 Sattel, mit dem ich von Anfang an gut zu Recht kam.

Nach der ersten groben Einstellung des Setups, machte ich die ersten Ausfahrten. Das Rad machte von Anfang an großen Spaß und Lust auf mehr. Obwohl das Aeroad-Rad eine sehr hohe Laufruhe hat, vermittelt es ein sehr aggressives Fahrgefühl – Es treibt einem im wahrsten Sinne des Wortes nach vorne. Um den Lenker in eine noch tiefere Position zu bekommen, lässt sich zusätzlich eine schmalere Steuersatzabdeckung bestellen. So habe ich für mich eine sehr sportliche Position einstellen können, die mich aber nicht zu aggressiv auf dem Rad sitzen lässt.

Langzeittest und das Verreisen mit dem Aeroad

Bevor ich diesen Beitrag nun zu Papier brachte, ging ich mit dem Aeroad auf Reisen. Das Trainingslager auf Lanzarote stand vor der Türe. Um das Rad in meinen Evoc Bike Travel Bag zu bekommen, musste ich lediglich vier Schrauben öffnen. Nach dem Abnehmen des Aerocockpits und verringern der Sattelhöhe, ist das Bike in wenigen Minuten in dem Travel Bag verstaut.
Beim Rad-Training auf den Kanaren konnte das Aeroad überzeugen. Selbst bei starkem Seitenwind konnte ich ohne Probleme mit den Hochprofilfelgen von Mavic meine Kilometer auf den Asphalt brennen und auch auf rauen Straßen war der Fahrkomfort gut. Lange Ausfahrten über 5-6 Stunden lassen sich auch mit dem Aeroad wie mit einem Tourenrad bewältigen. Aber Vorsicht, ich musste mich bei Grundlageneinheiten immer zurückhalten, um nicht zu schnell zu fahren. Es macht einfach zu viel Spaß dem Rad die Sporen zu geben.

Nach mehreren tausend Kilometern auf dem Canyon Aeroad kann ich abschließend nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Bei einem sehr guten Preisleistungsverhältnis erhält man ein qualitativ sehr hochwertiges Rennrad mit Liebe zum Detail. Für mich war dies die absolut richtige Kaufentscheidung, denn es bleibt kein Wunsch offen.

Mehr Informationen auf der Canyon Website.